Hmm. Dieser Blog ist ja im Wesentlichen dafür gedacht, mir wieder die Kontrolle über mein Leben zurück zu holen (dazu mehr in einem späteren Post). Das Budget ist eine Teil davon und soll mir helfen wieder Herr meiner Finanzen und meines Konsumverhaltens zu werden. Dafür ist es jetzt nicht unbedingt nötig meine kompletten Vermögensverhältnisse offen zu legen. Also unterlasse ich das. Ich werde nur den Teil meines Haushaltsbuchs veröffentlichen, der unter dem großen Ettiket "Lebenshaltungskosten" zusammengefasst werden kann. Das sind zufälligerweise auch gleichzeitig die Kosten, die ich tatsächlich durch mein tägliches Handeln kurz- oder langfristig beeinflussen kann.
Warum nun ein monatliches Budget? Ich habe ja bereits etwas Erfahrung mit Budgetieren. In der Vergangenheit war es allerdings einfacher den Überblick über meine Ausgaben zu behalten. Ich konnte auf Anhieb sagen, wie hoch meine Wohnkosten, mein monatliches Budget oder Versicherungen waren. Nun ist ein Haus, ein Auto, eine Katze und ein berufsbegleitendes Studium dazugekommen. Ich habe nur sehr schwammige Zahlen im Kopf, wieviel Euro meines Gehalts wofür drauf gehen. Das finde ich persönlich seeeeehr bedenklich. Denn mein monatliches Gehalt kann ich auf 5 € genau benennen 😨
Das Budgetieren soll mir dabei helfen wieder ein Gefühl dafür bekommen, was mein Leben und mein Lebensstandard mich kosten. Ich will wieder meine Lebenshaltungskosten im Kopf haben, um überschlagen zu können, ob ich mir etwas leisten kann. Außerdem ist es ein beruhigendes Gefühl zu wissen, dass für den nächsten Urlaub oder für die KFZ-Steuer schon Geld angespart ist.
Die letzten zwei Jahre habe ich teilweise bewußt, teilweise unbewußt über meine Verhältnisse gelebt und habe alles gekauft, was mir gefallen hat. Unter anderem auch sehr viele Lebensmittel und Delikatessen. Viel davon horte ich nun seit Jahren in der Speisekammer, dem Gefrierschrank oder im Kühlschrank. Viel habe ich auch weggeworfen, da es kaputt gegangen ist.
Im Gegensatz zu früher ist das Budget nun eine Herausforderung für mich. Es erzieht mich, wieder vorsichtiger mit Geld umzugehen und mich zu hinterfragen, ob ich Dinge "tatsächlich" brauche oder ob ich versuche ein seelisches Bedürfnis zu stillen (!).
Nun zum Februar-Budget. Das ist nun der zweite "teure" Monat in Folge. Ist das nur bei mir so? Der Januar hat mir die Haare vom Kopf gefressen! Und der Februar sieht auch nicht besser aus. Die Rechnungen für den Kundendienst am Auto, der Kaminkehrer und die reservierte Domain müssen bezahlt werden. Die Pille war außerdem wieder fällig. Für das nächste Mal habe ich sie nun auf die "Liste der wiederkehrenden Kosten" gesetzt.
Dann steht diesen Monat noch ein Highlight an! Ich werde eine kurzen Urlaub in London machen. Freu, freu, freu! Zwei Tage die Seele baumeln lassen und den Buzz der Stadt aufsaugen.
Der London-Trip und die Kundendienst-Rechnung sind leider Geldfresser. Im Februar kann ich nichts sparen und auch an meine Kredite kann ich nur die Minimum-Zahlung leisten . Verdammt! So hab' ich mir meinen ersten budgetierten Monat nicht vorgestellt! Um in diesem Monat trotzdem zumindest keine neuen Schulden zu machen, habe ich die Ausgaben für Essen radikal gekürzt und mir vorgenommen wieder ein paar Dinge auf ebay zu verkaufen.
So. Ich hab' mir nun erst mal zwei Wochen Blogpause verordnet, da ich für Prüfungen an der Hochschule lernen muss. Wir sehen uns in zwei Wochen. Oder spätestens in London! 😺