Mittwoch, 17. Januar 2018

Ausgaben tracken

Hallo Ihr, ich hab' Euch ja noch gar nicht erzählt, dass ich seit dem 27.12.2017 meine Ausgaben tracke. Ich habe zwar schon Erfahrung damit mir ein monatliches Budget zu setzen und es einzuhalten. Allerdings ist das zehn Jahre her und als ich das die letzten Monate versucht habe, ist das immer grandios aus dem Ruder gelaufen.

Ich versuche ja schon seit einiger Zeit mich einzuschränken, aber die letzten Anläufe waren eher erbärmlich. Während der Weihnachtstage bin ich auf einen Artikel in der New York Times gestoßen. Eine Journalistin hat über ihren ein Jahr andauernden Shopping-Ban berichtet. Sie hat sich selber eine Challenge gegeben ein Jahr nichts zu kaufen. Keine Kleidung, keine Elektronik... halt alles was als Konsumgut gilt und nicht zum Leben notwendig ist. Als ihr Lippenpflegestift leer war, hat sie dieWohnung abgesucht und die Lippenpflegestifte aufgebraucht die sonst noch in der Handtasche, im Wintermantel, im Badezimmer etc. zu finden waren. Ich war total fasziniert!

Als ich "Shopping Ban" gegoogelt habe, bin ich auf dem Blog der Kanadierin Cait Flanders hängen geblieben. Sie blogt über ihr tägliches Leben aber mit Schwerpunkt "personal finance", Minimalismus und Persönlichkeitsentwicklung. Mit dem Bloggen hat sie angefangen, als sie sich aufgerafft hat ihre Kontoauszüge mal anzusehen und festgesstellt hat, dass sie knapp 30.000$ (ca 20.000€) Schulden hat. Innerhalb von 2 Jahren hat sie diese abbezahlt, teilweise mit radikalen Maßnahmen, z.B. 6 Monate wieder bei den Eltern einziehen. Anschließend hat sie einen zweijährigen Shopping Ban (!) durchgezogen. Ihr Ziel war es herauszufinden, wieviel sie tatsächlich zum Leben braucht. Was mich am meisten überrascht hat, u.a. 2 Flaschen Shampoo, 2 Flaschen Duschgel, 5 Deo-Sticks pro Jahr. Echt jetzt? So wenig! Wo geht denn dann mein ganzes Geld hin?

Zusätzlich veröffentlich Cait am Monatsanfang ein Budget, also eine Aufstellung welche Summen sie für den Monat geplant hat. Am Monatsende veröffentlich sie die Plan/Ist-Gegenüberstellung, in der sie ihre Ausgaben dann noch analysiert.
Ihre Empfehlung für Neustarter ist es erst mal ein paar Monate die Ausgaben zu tracken. So bekommt man ein Gefühl wie hoch die Ausgaben sind und wofür das Geld raus geht. Nach ein paar Monaten kann man dann mit dem Budgetieren anfangen.
So weit so gut. Ist mal im Wesentlichen dasselbe, das ich auch gemacht habe.

Normalerweise fällt es mir immer sehr schwer bei solchen Empfehlungen dann auch tatsächlich bei "Adam und Eva" anzufangen. Ich bin kein besonders geduldiger Mensch und halt oft auch ein Besserwisser, der meint, er kann die erste Schritte überspringen. Weil, ich bin ja besser als der Rest! 😇 Ich werd' regelmäßig eines Besseren belehrt. 😓 Wie ja mit meinen verkorksten Budgetier-Experimenten in den letzten vier Monaten. Also war ich Ende Dez auch kleinlaut genug, um der Empfehlung Folge zu leisten und tracke nun meine Ausgaben. Nach knapp drei Wochen zeichnet sich das Bild schon ab. Zum Teil genau das was ich erwartet habe. Aber es sind auch ein paar andere Sachen an die Oberfläche gekommen, die ich so nicht erwartet habe.

Ich werd' jetzt zukünftig auch einen "Cait" machen :-) Am Monatsanfang werde ich ein Budget und Ziele für den Monat aufstellen. Am Monatsende werde ich meine Ausgaben gegenüberstellen und Schlußfolgerungen ziehen. Da mein Gehalt immer so um den 28. kommt und die ersten Zahlungen ab dem 29. abgebucht werden, werde ich mein Budget dann wohl so um den 26. aufstellen.
Also! Los geht's dann am 26.01.2018.



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