Am ersten Samstag Abend habe ich immer wieder auf die Uhr gesehen, um zu schauen, wie lange der Supermarkt noch auf hat. Samstag Abend gehe ich immer nochmal einkaufen. Immer! Da sind die Supermärkte leer und ich kann mich ausgiebig umschauen, was es denn alles gibt und kaufe noch dies und das ein. An dem betreffenden Samstag ist mir aber partout nichts eingefallen, was ich benötigen würde. Irgendwann kurz nach sieben Uhr war auf einmal der rettende Gedanke da "Ich kann ja nur mal schauen, was sie noch alles da haben. Vielleicht ist ja etwas reduziert, das ich brauchen kann. Die reduzieren doch oft Obst und Gemüse nach 19 Uhr. Da könnte ich doch ein Schnäppchen machen." Die Erleichterung ist wie eine Welle über mir zusammengeschlagen und ich war voller guter Gefühle. Dann kam die Vernunft wieder an die Oberfläche, japsend und prustend "Du brauchst nichts! Es ist alles da für die nächste Woche."
Ziele Januar
- mind. 10 Überstunden machen (die Arbeit ist ja da!)
- für Prüfungen lernen
- Ausgaben tracken
- nur das Essen, was im Haus ist
- Billy-Regale verkaufen
- Bücher verkaufen
Auch auf dem Heimweg von der Arbeit, schießt mir ähnliches durch den Kopf. Ich sehe die Supermärkte am Wegesrand und schon ist da der Gedanke "Da könntest Du doch noch kurz reinschauen." Es ist nicht der Gedanke "Oh, ich brauch' noch Knoblauch und Mehl!" Nein, es ist ein unspezifisches "REINSCHAUEN".
Einkaufen ist für mich nicht mehr nur eine Tätigkeit, um sich mit Lebensmittel zu versorgen, sondern es ist Ablenkung bzw. Entertainment geworden. Eine Möglichkeit sich die Zeit zu vertreiben: "Ach, ich will heute noch nicht so schnell heim. Mach' ich doch einen Abstecher in den Supermarkt."
Einkaufen ist für mich nicht mehr nur eine Tätigkeit, um sich mit Lebensmittel zu versorgen, sondern es ist Ablenkung bzw. Entertainment geworden. Eine Möglichkeit sich die Zeit zu vertreiben: "Ach, ich will heute noch nicht so schnell heim. Mach' ich doch einen Abstecher in den Supermarkt."
Ich frage mich, ob es nur mir so geht? Ist das schon Kaufsucht? Oder Einsamkeit?
Nach ca. zwei Wochen habe ich es anders gelöst. Wenn ich etwas benötigte, hab' ich genau dieses eine Teil gekauft. Die Aufgabe war also nicht mehr "Nichts einkaufen", sondern "nur das Einkaufen, was fehlt". UND NICHT MEHR!!! Damit war die Befriedigung da etwas gekauft zu haben, aber es ist nicht ausgeufert.
Nach ca. zwei Wochen habe ich es anders gelöst. Wenn ich etwas benötigte, hab' ich genau dieses eine Teil gekauft. Die Aufgabe war also nicht mehr "Nichts einkaufen", sondern "nur das Einkaufen, was fehlt". UND NICHT MEHR!!! Damit war die Befriedigung da etwas gekauft zu haben, aber es ist nicht ausgeufert.
Das hat ein paar Tage gut funktioniert und auf einmal waren in meinem Kühlschrank ungeplanter Brokkoli, Käse, Joghurt ...
Ich muss mich wohl damit abfinden, dass ich mir meine Gewohnheiten nicht so schnell abtrainieren kann. Ich weiß, ich bin zu ungeduldig mit mir! Rome wasn‘t built in a day!
Ach ja, ich hatte mir ja für Januar ein paar Sachen vorgenommen:
Ziele Januar
- mind. 10 Überstunden machen (die Arbeit ist ja da!)
- für Prüfungen lernen
- Ausgaben tracken
- nur das Essen, was im Haus ist
- Billy-Regale verkaufen
- Bücher verkaufen
- Waschbecken in der Gästetoilette installieren
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