Tada! Der Speiseplan für Januar!
Als ich mit dem Speiseplan für Januar fertig war, ist mir voller Schrecken aufgefallen, dass ich kaum etwas zukaufen muss und dann immer noch massig Vorräte habe. Oh Mann! Mir war ja bewußt, dass ich viele Vorräte habe. Aber dass ich einen kompletten Monat davon leben kann und dann trotzdem noch so viel übrig ist, das war mir nicht bewußt.
Gerichte für die ich zukaufen muss, sind mit einem Sternchen * markiert.
Außerdem wurde mir klar, dass es nicht möglich ist soviel Rande zu esssen, dass diese
nicht kaputt gehen. Es macht wohl Sinn, einen Teil in kleine
Weck-Tulpengläser einzuwecken (und so noch mehr Vorräte anzulegen!).
Den Speiseplan zu erstellen hat nur 1h gedauert. Allerdings sind mir dann in den folgenden Tagen immer mehr Zutaten in der Speisekammer oder in der Kühlschrank aufgefallen, die ich für die Gerichte noch zusätzlich verwenden und damit aufbrauchen könnte. So war zum Beispiel noch ein Rest der Würzmischung "Mike's Rub" bei den Gewürzen. Diese habe ich mal nach einem Rezept aus Webers Grillbibel gemacht und nicht ganz aufgebraucht. Gleichzeitg ist mir heute das Suppenwürze-Pulver ausgegangen. Ich hab' dann noch eine komplettes neues Glas in der Speise und zwei Packungen Brühwürfel (neu!) gefunden. Außerdem ist mir aufgefallen, dass im Kühlschrank ein Glas mit selbstgemachtem Bärlauch-Pesto steht. Das ist mir ein wenig zu salzig geraten. Aber in einer Kartoffel- oder Gemüsesuppe ist es ein würdiger Ersatz für Suppenwürze.
aufzubrauchende Langfrist-Vorräte
1 kleine Dose Foie Gras du Canard (Ablaufdatum 2013, bin ja gespannt was da raus kommt)
Maisgries (Polenta)
Mike's Rub (Steakgewürz)
Frühstück
31x Porridge mit Apfel oder Banane
Mittag & Abend
13x Hochzeitssuppe
3x Brätstrudel Suppe
2x Wirsing-Hackauflauf
2x Asia Fenchel-Hackfleisch mit Spiegelei und Blumenkohl-Reis
2x Fischstäbchen mit Karotten-Mangold-Gemüse
2x Burrito-Bowl (Hähnchenschenkel, Reis, Black Beans, Tomatensalsa, Käse)
10x Quarkcreme (250g) *
3x Zander mit Roasted Beets und Salzkartoffeln *
2x Rinderlende (gewürzt mit Mikes Rub) mit Brokkoli *
2x Borlotti-Bohnen auf cremiger Polenta
2x Spaghetti mit Tomatensauce und Parmesan
2x Salzkartoffeln mit Rosenkohl *
2x Salzkartoffeln mit Bairisch Kraut *
2x Salzkartoffeln mit Rande-Gemüse *
3x Wirsing-Kichererbsen-Suppe *
1x Spareribs mit Coleslaw
2x Salat mit geschliffenem Dinkel, Mozzarella, Tomaten und schwarzen Oliven *
2x Salat mit Foie Gras von der Ente
2x rotes Thai-Curry mit Tofu und Reis
1x Moussaka * (2x einfrieren)
1x Southern Indian Rice and Seafood Soup nach Jamie Oliver
1x Rote Linsen-Küchle mit Salat (Rest einfrieren)
1x auswärts Essen
Sonntag, 31. Dezember 2017
Samstag, 30. Dezember 2017
Essen um zu Leben
Meine Lebensmittelvorräte in Speisekammer, Gefrierschrank und Kühlschrank sind riesig. Auf meinem Konto ist Ebbe. Ich bin es satt, ständig auf der Suche nach dem besonderen Gericht, der besonderen Geschmackskombination oder dem neuen Kick zu sein. Ich brauche eine Auszeit! Nun kommt die kulinarische Genügsamkeit.
Die Regeln
Die Regeln
- Am Anfang des Monats wird es einen Plan für alle Mahlzeiten geben. Für alle Mahlzeiten. Jedes Frühstück, jedes Mittagessen und jedes Abendessen. So muss ich nicht groß nachdenken was es gibt und kann vorab die bereits vorhandenen Vorräte einplanen und die noch fehlenden Lebensmittel gezielt einkaufen.
- Ein Gericht das nicht auf dem Speiseplan steht, wird nicht auf den Tisch kommen. So ist der Speiseplan gleichzeitig auch ein Zwinger für meinen inneren Schweinehund.
- Jeden Monat sind zwei Lebensmittel aus der Speisekammer oder dem Kühlschrank zu verwenden, die dort schon mehrere Jahre ihr Dasein fristen.
- Jeden Monat darf ich einmal auswärts essen gehen, für maximal 10 €. Wenn Geld übrig bleibt, kann es nächsten Monat zusätzlich verwendet werden. Das ist auch eine Möglichkeit für Restaurant-Besuche mit Freunden oder Kollegen zu sparen.
Freitag, 29. Dezember 2017
Food Porn hat im Alltag keinen Platz
Zu Weihnachten habe ich ein Kochbuch geschenkt bekommen. Ich liebe es neue Gerichte zu entdecken. In meinem Bücherregal reihen sich Grundkochbücher neben verschiedenen Länderküchen und viel asiatisches. Auch neben meinem Sofa liegt immer ein Kochbuch, in dem ich in der Früh während ich meinen Kaffee trinke ein wenig blättere.
Allerdings kommt es immer häufiger vor, dass ich ein Kochbuch so schnell wieder zuschlage wie ich es aufgeschlagen habe. So ging es mir mit dem Neuen auch.
Das Foto zeigte ein tolles Bild von einem Salat. Seitlich guckten aus dem bunten Blattsalat von rotem Spinat, Feldsalat und Rucola, die Spitzen von hellgrünem Friseesalat heraus. An mehreren Ecken waren Blätter von rotem Chicoree drapiert. Der Sattmachern-Anteil war ein hartgekochtes Ei in Scheiben geschnitten und etwas Schinkenwürfel. Die schaumig aufgeschlagene Vinaigrette floss dramatisch über die Blätter und den Tellerrand.
Das Bild sprach mich an!
Als ich anfing den Salat gedanklich zu dekonstruieren, damit ich ihn mit meinen Möglichkeiten nachbauen konnte (Friseesalat, roten Spinat und roten Chicoree bekomme ich nur im 30 km entfernten Augsburg) fiel mir auf, wie simpel das Ganze eigentlich war. Tatsächlich ist es eigentlich ein Alltagsessen, wie es beinahe jeden Monat irgendwann mal in meiner Lunchbox auftaucht, insbesondere dann wenn ein paar Scheiben Schinken und ein letztes hartgekochtes Ei aufgebraucht werden müssen. Ich bin auf Food Porn hereingefallen.
Mir ist klar, dass Food Porn hauptsächlich von den Bildern lebt und nicht so sehr von den Rezepten. Aber diese Welle schwappt immer mehr auch in die "normalen" Kochbücher. Anstatt neuer aufregender Geschmackskombinationen oder Zusammenstellungen, finden sich dort immer mehr Alltags-Rezepte die mit fancy Bildern und ungewöhnlichen Zutaten ins rechte Bild gerückt werden. Nun mal ehrlich, im Alltag kommt doch anstatt dem roten Spinat, Frisee und rotem Chicoree ein roter Eichblattsalat, Feldsalat und gelber Chicoree (oder oft auch nur ein Kopf Eisbergsalat, weil mir die Salatwascherei zu viele ist) mit einer normal angerührten Vinaigrette auf den Tisch. Zutaten, die man in jedem Supermarkt bekommt.
Also wieder mal ein Kochbuch das nur "Haben-Wollen" weckt und mich in Versuchung bringt einem Lifestyle hinterherzuhecheln, den ich mir weder finanziell leisten kann noch dass er mich satt macht. Wer braucht schon Frisee-Salat? Ich sage ja nichts gegen ein tolles Essen hin und wieder in einem netten Restaurant oder im Stadtmarkt eingekauft und daheim liebevoll zubereitet. Aber doch nicht im Alltag. Im Alltag brauche ich Essen, das mich satt macht und Energie für den Tag gibt. Ob das toll aussieht oder eine Geschmacksexplosion ist, ist doch im Alltag egal.
Genau da will ich wieder hin. Ich will Essen für mich wieder entzaubern und es zu dem machen, was es ist. Ein Energielieferant, mehr nicht!
Ich hör' Euch schon argumentieren "Aber das Auge ißt doch mit und gut schmecken soll es doch auch. Sonst stehe ich doch unzufrieden vom Tisch auf und der ganze Tag ist im Eimer." Das mag ja sein, aber das ist der falsche Fokus im Alltag. Im Alltag muss ich mich doch darauf konzentrieren meine Aufgaben so gut wie möglich zu bearbeiten und zu Ende zu bringen. Ich muss mich darauf konzentrieren das Haus sauber zu halten und die Kinder rechtzeitig in die Schule und anschließend etwas Essbares (und Nahrhaftes) auf den Tisch zu bringen. Wenn ich dabei immer auch noch den Anspruch habe, dass das Essen etwas Besonderes und eine Geschacksexplosion sein muss, halse ich mir unnötigen Druck und unnötige zusätzliche Kosten auf. Ob die Fischstäbchen heute selbst gemacht mit Zanderfilet sind oder vom Käptn, ist doch für den weiteren Tag (und in der Regel für die Kinder) wurscht. Im schlimmsten Fall essen sie beides nicht.
Wie kann es statt dessen aussehen? Vor den Weihnachtsfeiertagen haben wir alle gemeinsam (5 Erwachsene, 2 Kinder unter 10 Jahren) zu Mittag gegessen. Diesmal hatten wir uns allerdings vorher darauf geeinigt, dass es nur etwas "Einfaches" geben soll, da an beiden Tagen für den Abend jeweils Essenseinladungen angestanden haben. Also gab es zuerst eine Kartoffelsuppe und anschließend Pfannkuchen mit Marmelade und am zweiten Tag Reiberdatschi mit selbstgemachtem Apfelkompott. Nichts aufregendes, aber es hat alle satt gemacht. Wir sind (beinahe) alle zufrieden vom Tisch aufgestanden. Die Männer haben ein wenig gemotzt, da halt sehr wenig Protein enthalten war und das einen Mann nicht lang satt macht. Das versteh' ich. Ich habe auch Heißhunger-Anfälle, wenn ich zu wenig Protein esse. Aber in diesem Fall gab es ja dann Abends wieder Fleisch.
Ich esse um zu leben. Da muss das Essen nicht fancy und teuer sein. Es muss ausgewogen sein und satt machen.
Allerdings kommt es immer häufiger vor, dass ich ein Kochbuch so schnell wieder zuschlage wie ich es aufgeschlagen habe. So ging es mir mit dem Neuen auch.
Das Foto zeigte ein tolles Bild von einem Salat. Seitlich guckten aus dem bunten Blattsalat von rotem Spinat, Feldsalat und Rucola, die Spitzen von hellgrünem Friseesalat heraus. An mehreren Ecken waren Blätter von rotem Chicoree drapiert. Der Sattmachern-Anteil war ein hartgekochtes Ei in Scheiben geschnitten und etwas Schinkenwürfel. Die schaumig aufgeschlagene Vinaigrette floss dramatisch über die Blätter und den Tellerrand.
Das Bild sprach mich an!
Als ich anfing den Salat gedanklich zu dekonstruieren, damit ich ihn mit meinen Möglichkeiten nachbauen konnte (Friseesalat, roten Spinat und roten Chicoree bekomme ich nur im 30 km entfernten Augsburg) fiel mir auf, wie simpel das Ganze eigentlich war. Tatsächlich ist es eigentlich ein Alltagsessen, wie es beinahe jeden Monat irgendwann mal in meiner Lunchbox auftaucht, insbesondere dann wenn ein paar Scheiben Schinken und ein letztes hartgekochtes Ei aufgebraucht werden müssen. Ich bin auf Food Porn hereingefallen.
Mir ist klar, dass Food Porn hauptsächlich von den Bildern lebt und nicht so sehr von den Rezepten. Aber diese Welle schwappt immer mehr auch in die "normalen" Kochbücher. Anstatt neuer aufregender Geschmackskombinationen oder Zusammenstellungen, finden sich dort immer mehr Alltags-Rezepte die mit fancy Bildern und ungewöhnlichen Zutaten ins rechte Bild gerückt werden. Nun mal ehrlich, im Alltag kommt doch anstatt dem roten Spinat, Frisee und rotem Chicoree ein roter Eichblattsalat, Feldsalat und gelber Chicoree (oder oft auch nur ein Kopf Eisbergsalat, weil mir die Salatwascherei zu viele ist) mit einer normal angerührten Vinaigrette auf den Tisch. Zutaten, die man in jedem Supermarkt bekommt.
Also wieder mal ein Kochbuch das nur "Haben-Wollen" weckt und mich in Versuchung bringt einem Lifestyle hinterherzuhecheln, den ich mir weder finanziell leisten kann noch dass er mich satt macht. Wer braucht schon Frisee-Salat? Ich sage ja nichts gegen ein tolles Essen hin und wieder in einem netten Restaurant oder im Stadtmarkt eingekauft und daheim liebevoll zubereitet. Aber doch nicht im Alltag. Im Alltag brauche ich Essen, das mich satt macht und Energie für den Tag gibt. Ob das toll aussieht oder eine Geschmacksexplosion ist, ist doch im Alltag egal.
Genau da will ich wieder hin. Ich will Essen für mich wieder entzaubern und es zu dem machen, was es ist. Ein Energielieferant, mehr nicht!
Ich hör' Euch schon argumentieren "Aber das Auge ißt doch mit und gut schmecken soll es doch auch. Sonst stehe ich doch unzufrieden vom Tisch auf und der ganze Tag ist im Eimer." Das mag ja sein, aber das ist der falsche Fokus im Alltag. Im Alltag muss ich mich doch darauf konzentrieren meine Aufgaben so gut wie möglich zu bearbeiten und zu Ende zu bringen. Ich muss mich darauf konzentrieren das Haus sauber zu halten und die Kinder rechtzeitig in die Schule und anschließend etwas Essbares (und Nahrhaftes) auf den Tisch zu bringen. Wenn ich dabei immer auch noch den Anspruch habe, dass das Essen etwas Besonderes und eine Geschacksexplosion sein muss, halse ich mir unnötigen Druck und unnötige zusätzliche Kosten auf. Ob die Fischstäbchen heute selbst gemacht mit Zanderfilet sind oder vom Käptn, ist doch für den weiteren Tag (und in der Regel für die Kinder) wurscht. Im schlimmsten Fall essen sie beides nicht.
Wie kann es statt dessen aussehen? Vor den Weihnachtsfeiertagen haben wir alle gemeinsam (5 Erwachsene, 2 Kinder unter 10 Jahren) zu Mittag gegessen. Diesmal hatten wir uns allerdings vorher darauf geeinigt, dass es nur etwas "Einfaches" geben soll, da an beiden Tagen für den Abend jeweils Essenseinladungen angestanden haben. Also gab es zuerst eine Kartoffelsuppe und anschließend Pfannkuchen mit Marmelade und am zweiten Tag Reiberdatschi mit selbstgemachtem Apfelkompott. Nichts aufregendes, aber es hat alle satt gemacht. Wir sind (beinahe) alle zufrieden vom Tisch aufgestanden. Die Männer haben ein wenig gemotzt, da halt sehr wenig Protein enthalten war und das einen Mann nicht lang satt macht. Das versteh' ich. Ich habe auch Heißhunger-Anfälle, wenn ich zu wenig Protein esse. Aber in diesem Fall gab es ja dann Abends wieder Fleisch.
Ich esse um zu leben. Da muss das Essen nicht fancy und teuer sein. Es muss ausgewogen sein und satt machen.
Montag, 25. Dezember 2017
Überfluss
Mein Gefrierschrank ist voll geladen bis an den Rand! Dazu muss man wissen, dass ich das hilfreiche Haushaltsgerät erst seit acht Monaten besitze. Immer wenn sich ein Sonderangebot beim Metzger anbietet bin ich dabei. In der Erntezeit wurde viel Mangold geerntet, gewaschen, blanchiert und portionsweise eingefroren. Kichererbsen und schwarze Bohnen werden 500g packungsweise eingeweicht, im Backofen über Nacht weich gekocht und wieder portionsweise eingefroren. Immer wenn Früchte Gefahr laufen im Kühlschrank zu vergammeln, werden sie eingefroren. Hin und wieder koche ich Gerichte vor, die ich dann als Lunchpaket mit in die Arbeit nehme oder Abends schnelll in die Mikrowelle schieben kann. Das hat innerhalb von acht Monaten zu folgender Vorratshaltung geführt:
Ich kann mir also nicht vorhalten, dass der Gefrierschrank eine unnütze Anschaffung wäre. Aber es bedarf halt ein bisserl vorausschauender Planung, dass ich mir am Vortag ein mögliches Gericht überlege und die Sachen aus dem Gefrierschrank nehme. Oft ist es auch der innere Schweinehund der mir auf dem Heimweg von der Arbeit zuflüstert "Gönn' Dir was! Die Woche war anstrengend. So ein Lachsfilet mit Pesto und Zitronensaft bestrichen und dazu frische Brokkoli, das wär's doch heute Abend?! Komm' Du hast es verdient! Im Kühlschrank ist außerdem noch ein Rest grünes Pesto. Das ist überfällig und muss aufgebraucht werden. Essen vergammeln lassen ist teuer und schlecht für die Umwelt." Schwupps, habe eine 750g Packung gefrorene Lachsfilets nebst Brokkoli gekauft. Außerdem hatten sie den ersten Wirsing des Jahres da, der geräucherte Stremellachs passte gut zum Salat, den ich für den nächsten Tag vorbereitet habe und die sonst so teure italienische Pasta war auch im Angebot. Eine Tafel Schokolade als kleiner Nachtisch rundet das Ganze ab. Schwupps, bin ich knapp 20 € los (für ein Abendessen!) und hab' schon wieder neuen Vorrat geschaffen.
Als ich letztens zusammengerechnet habe, wieviel Geld ich für Lebensmittel und Essen in Restaurants und Kantine ausgebe, bin ich fast vom Stuhl gefallen vor Schreck. Dabei hatte ich den Eindruck, dass ich sparsam leben würde. Gemüse aus dem Garten der Eltern, Meal-Prepping für's Mittagessen, keinen Kaffeevollautomaten, keine Senseo, sondern eine alte und geliebte Bialetti.
Nach und nach ist mir eingefallen,wie oft ich Obst und Gemüse wegwerfe, da ich es nicht geschafft habe es zu verarbeiten bzw. zu essen. Oder dass bei meinen Eltern gerade noch gefühlte 15kg Rande, 3-4 Kisten Bodensee-Äpfel auf die Verwertung warten und jetzt Ende Dezember noch einige Stauden Zuckerhut-Salat draußen im Beet stehen.
Soviel Überfluss! Soviel Verschwendung! Es ist an der Zeit wieder genügsamer zu leben und mit dem Vorhandenem auszukommen.
Ich kann mir also nicht vorhalten, dass der Gefrierschrank eine unnütze Anschaffung wäre. Aber es bedarf halt ein bisserl vorausschauender Planung, dass ich mir am Vortag ein mögliches Gericht überlege und die Sachen aus dem Gefrierschrank nehme. Oft ist es auch der innere Schweinehund der mir auf dem Heimweg von der Arbeit zuflüstert "Gönn' Dir was! Die Woche war anstrengend. So ein Lachsfilet mit Pesto und Zitronensaft bestrichen und dazu frische Brokkoli, das wär's doch heute Abend?! Komm' Du hast es verdient! Im Kühlschrank ist außerdem noch ein Rest grünes Pesto. Das ist überfällig und muss aufgebraucht werden. Essen vergammeln lassen ist teuer und schlecht für die Umwelt." Schwupps, habe eine 750g Packung gefrorene Lachsfilets nebst Brokkoli gekauft. Außerdem hatten sie den ersten Wirsing des Jahres da, der geräucherte Stremellachs passte gut zum Salat, den ich für den nächsten Tag vorbereitet habe und die sonst so teure italienische Pasta war auch im Angebot. Eine Tafel Schokolade als kleiner Nachtisch rundet das Ganze ab. Schwupps, bin ich knapp 20 € los (für ein Abendessen!) und hab' schon wieder neuen Vorrat geschaffen.
Als ich letztens zusammengerechnet habe, wieviel Geld ich für Lebensmittel und Essen in Restaurants und Kantine ausgebe, bin ich fast vom Stuhl gefallen vor Schreck. Dabei hatte ich den Eindruck, dass ich sparsam leben würde. Gemüse aus dem Garten der Eltern, Meal-Prepping für's Mittagessen, keinen Kaffeevollautomaten, keine Senseo, sondern eine alte und geliebte Bialetti.
Nach und nach ist mir eingefallen,wie oft ich Obst und Gemüse wegwerfe, da ich es nicht geschafft habe es zu verarbeiten bzw. zu essen. Oder dass bei meinen Eltern gerade noch gefühlte 15kg Rande, 3-4 Kisten Bodensee-Äpfel auf die Verwertung warten und jetzt Ende Dezember noch einige Stauden Zuckerhut-Salat draußen im Beet stehen.
Soviel Überfluss! Soviel Verschwendung! Es ist an der Zeit wieder genügsamer zu leben und mit dem Vorhandenem auszukommen.
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