Montag, 30. Juli 2018

Budget August 2018



Diesen Monat gibt es eine besondere Challenge: 55 € für Lebensmittel.

Diese Challenge ist aus der Not heraus geboren, da ich in den letzten Wochen diverse ungeplante Bücherkäufe getätigt, einen Kurzurlaub in Kroatien gemacht, diverse Strafzettel für zu schnell Fahren und Falschparken in's Haus geflattert sind sowie eine (hohe) Tierarztrechnung ansteht. Aber der Reihe nach.

 

Meine kleine Mitzi hat sich in den letzten Tagen das Köpfchen blutig gekratzt. Um eine Pilzinfektion auszuschließen, waren wir beim Tierarzt. Zum Glück gab es heute Entwarnung. Aber trotzdem werden wir morgen nochmal hinfahren, damit sie Cortison bekommt, um den Juckreiz (der anscheinend das Kratzbedürfnis auslöst) zu lindern. Ich rechne mit ca. 150 - 200 €.

Letzte Woche bin ich spontan für ein paar Tage in den Urlaub nach Kroatien gefahren. Übernachtet habe ich entweder in günstigen Pensionen (30 €/Nacht) oder auf dem Campingplatz (30 €/Nacht). Als Unterhaltung habe ich drei Bücher gekauft und habe mir entweder Rijeka  angesehen oder bin bei 30° und einer leichten Meeresbrise am Strand gelegen. Der Urlaub war jeden Penny wert! Obwohl es nur vier Tage waren, bin ich entspannt zurück gekommen.

Dann die Strafzettel. Mann! Was ist denn gerade los! Insgesamt waren das dieses Jahr schon sechs Strafbescheide. Entweder ich bin zum Rowdie geworden oder die Stadt Augsburg braucht dringend Geld.
Einer der Strafzettel war echt unverschämt. 30 € für die vergessene Parkscheibe auf einem Supermarkt-Parkplatz. Ich war ungefähr 10 Minuten in dem Geschäft um eine Flasche Wein zu kaufen. Selbstredend, dass ich dort nicht mehr einkaufen werden.

Da also meine Ausgaben bis dato schon immens waren und ich sonst Geld vom Sparkonto zuschießen müsste, habe ich mich entschlossen, das Budget für Essen diesen Monat auf 55 € zu reduzieren. Ein Blick in jeweils Garten, Gefrierschrank und Speisekammer hat mich überzeugt, dass das ohne Weiteres möglich sein sollte. Gerade der Garten ist in den letzten Wochen regelrecht explodiert und wirft jetzt diverses Gemüsesorten ab. Die letzte Woche habe ich schon Mangold eingefroren und Bohnen eingeweckt. Darüberhinaus gibt es gerade Zuckererbsen und Zucchini. Auch die Tomaten und der Gute Heinrich (Neuseeländer Spinat) werden diese Woche zum ersten Mal geerntet werden können.

Die Budgetaufstellung für den August sieht daher dieses Mal ein wenig anders aus. Neben dem jeweiligen Budget sieht man auch die schon getätigten Ausgaben. Das soll mir als Erinnerung dienen, falls ich wieder in Versuchung komme, irgendwo schnell was zu kaufen. 

Sonntag, 15. Juli 2018

Essen um zu Leben - KW 29

Die letzten Monate habe ich keine ausgeklügelte Dinnerlist gemacht. Ich habe immer nur für ein paar Tage Essen vorbereitet. Insbesondere die Salaternte aus dem Garten meiner Eltern war da ein wichtiger Baustein. Die letzten zwei Wochen ist mir allerdings mein Buget für Essen wieder aus dem Ruder gelaufen. Gerade in der Zeit vor Prüfungen benötige ich Unmengen an Süßigkeiten und Nüssen. Außerdem ist Einkaufen auch irgendwie die einzige Abwechslung, die ich in Vorbereitungsphasen habe. Die "Auszeiten" im Supermarkt sind gerade in den letzten Tagen ausgeartet.

Daher wird nun in den nächsten Wochen der Gürtel wieder enger geschnallt. Ich werde versuchen vorrangig Gemüse aus dem Garten und aus dem Vorrat (Gefrierschrank) verwenden. Dort lagern noch einige Portionen an Wachtelbohnen, Linsendhal, Seelachs und Hochzeitssuppe, die jetzt weg müssen.
In den nächsten Wochen werden auch die Bohnen und der Mangold erntereif sein. Dann brauch' ich den Platz im Gefrierschrank. 



Freitag, 13. Juli 2018

Sparsamer oder besser organisiert?

Wenn ich so meine aktuellen Umgang mit Geld mit der Zeit vor dem Budget vergleiche, bin ich mir immer nicht so sicher, ob ich wirklich besser geworden bin. Gebe ich tatsächlich weniger Geld aus oder hab' ich jetzt einfach nur einen besseren Überblick? Bin ich jetzt wirklich sparsamer oder bin ich noch genauso verschwenderisch, aber halt dafür besser organisiert?

Woran mache ich es fest, dass ich jetzt sparsamer bin?
Pro
  • Ich muss am Ende des Monats nicht mehr Geld von meinem Sparkonto holen, damit ich noch flüssig bin.
  • Ich habe in 6,5 Monaten nur ca. 7 Mal in der Kantine gegessen. Die restlichen Tage habe ich mir was von zu Hause mitgebracht. Am Anfang hab' ich mich seltsam dabei gefühlt, aber ich hab' ja auch zwei Kollegen, die sich ihr Essen auch von zu Hause mitbringen. 
  • Ich habe einen Garten angelegt und schon ein paar Mal Gemüse geerntet. D.h. ich musste keinen Rettich oder Salat kaufen, da er schon da war. 
  • Ich bin kreditkartenschuldenfrei. 
  • Mein Dispo ist nur noch 2.600 € überzogen (nicht mehr 3.500 €). 
  • Ich hab' einen realistischen Plan, wie ich Ende des Jahres auch den Dispo ausgeglichen haben werde. 
  • Ich hab'' ein Ansparkonto für wiederkehrende Kosten auf dem ich jeden Monat die Kosten für die KFZ-Versicherung, KFZ-Steuer, Bahncard etc. anspare. D.h. es gibt kaum noch unerwartetete Rechnungen zu bezahlen, da alles von vornherein angespart ist.
Contra
  • Ich habe kaum Geld auf dem Sparkonto angespart. Tatsächlich habe ich für die letzte Studiengebühr sogar noch etwas von meinem Angesparten verwendet. 
  • Ich habe dieses Jahr schon ca. 1.000 € für Reisen ausgegeben. 

Überraschenderweise habe ich das letzte halbe Jahr nichts vermisst. Ich war zweimal in London und hab' dort (maßvoll) geshoppt. Ich hab' viele Bücher gekauft, hauptsächlich ebooks, da ich festgestellt habe, dass es dort anscheinend keine oder nur eingeschränkte Buchpreisbindung gibt. Ich hab' mir neue Kleidung gekauft, sowohl in London als auch in Augsburg. -Das ist vermutlich der Grund, weshalb ich mir nicht sparsam vorkomme. Tatsächlich fühlt sich alles so an wie früher auch, nur mit dem Unterschied, dass ich immer flüssig bin und gleichzeitig meine Schulden immer weniger werden.
Wenn ich mir aber die Pro/Contra-Liste ansehe wird es schon sehr eindeutig. Ich bin deutlich sparsamer als letztes Jahr. Ich bin zwar hinsichtlich meiner Rücklagen auf dem demselben Niveau wie letztes Jahr, aber dafür habe ich keinen Kreditkartenschulden mehr und mein Dispo ist nicht mehr komplett ausgereizt. D.h. ich habe dieses Jahr schon über 5.000 € weniger ausgegeben als letztes Jahr. Was??? Ich habe letztes Jahr in den ersten beiden Quartalen 5.000 € für Dinge ausgegeben an die ich mich nicht mal mehr erinnern kann? What the fuck?

Das war jetzt wieder ein klassische Fall von "Woher soll ich wissen was ich denk, bevor ich höre, was ich sage." Erst als es dort stand "... 5.000 € weniger ausgegeben als letztes Jahr ..." ist es mir wirklich bewußt worden. Ja, ich würde sagen, das ist der Beweis. Ich bin aktuell sparsamer als letztes Jahr.




Samstag, 30. Juni 2018

Gartenfreuden


Vor ca. 6 Wochen habe ich angefangen einen Nutzgarten anzulegen. Ich habe zuerst die Grasnarbe abgenommen und dann den Boden nach der Tiefkulturmethode umzugraben. Da in meiner Gegend der Boden hauptsächlich lehmig ist und in der Sonne beinahe so hart wie Beton wird, habe ich den umgegrabenen Boden mit viel Humus angereichert. Den Humus konnte man kostenfrei bei unserem lokalen Häckselplatz abholen. Er wurde aus dem alten Gebüsch und Gartenabfällen hergestellt. 

Anschließend hab' ich mich ausgetobt und alles mögliche gesäht und angepflanzt. Buschbohnen, Stangenbohnen, Zuckererbsen, Brokkoli, Spitzkohl, Salat, Zucchini, Tomaten, Pastikaken, Radieschen und Rettich, um nur Einiges zu nennen. 

Sämereien musste ich nicht kaufen, da ich noch genug habe (wie könnte es auch anders sein. Ich Hamster, ich). Bei den Sämereien war auch eine "Vitalisierende Samenmischung"dabei, die ich auf ein freies Stückchen gesäht habe. Insbesondere der Asia-Salat-Anteil (Komatsuna, Red Mustard, Mizuna) ist sehr gut gewachsen. Die erste Ernte hab ich verwendet, um den Salat zum Mittagessen aufzupeppen. Ich mag' es, wenn mein Salat bunt ist. Die zweite Charge habe ich heute morgen geerntet und wird zum Mittagessen mit Schweinelende zu einem leckeren thailändischen Stir-fry verarbeitet. 






Mittwoch, 27. Juni 2018

Erste Erfolge

Seit heute bin ich Kreditkartenschuldenfrei! Im Januar lag die überzogene Kreditkarte wie ein riesiger unüberwindbarer Berg vor mir. Und nun ist es geschafft!
Ich kann es noch gar nicht richtig fassen. In den letzten sechs Monaten habe ich damit insgesamt 4.800 € Schulden getilgt und ca. 380 € Zinsen bezahlt.
Mein nächstes Ziel ist der Dispo des Girokontos. Dieser ist im Moment noch vollkommen ausgeschöpft und damit 3.500 € schwer.
Wie sieht meine Strategie aus? Zuerst werde ich noch den Rest des Urlaubsgelds reinwerfen und anschließend dann jeden Monat den Betrag, den ich für die Rückzahlung der Kreditkarte aufgewendet habe nun für die Rückzahlung des Dispos nutzen. Im November kommt dann noch das Weihnachtsgeld dazu und  wenn alles glatt läuft, ist Ende des Jahres auch der Dispo ausgeglichen.  

Als ich das gestern so im Kopf durchgerechnet habe, ist mir bewußt geworden, dass ich dieses Jahr ca. 9.000 € für die Rückzahlung der Schulden aufwenden werde. Das sind ja beinahe 10.000 € in einem Jahr! Heißt dass, dass ich in der Lage bin pro Jahr 10.000 € zu sparen? Heißt das, dass wenn ich ein weiteres Jahr so genügsam lebe wie jetzt, könnte ich Ende 2019 10.000 € auf der Seite haben?
Wow! Mir ist nicht bewußt gewesen, dass das möglich ist. Das ist vermutlich die wichtigste Erkenntnis, die mir die letzten sechs Monate gebracht hat: ich bin in der Lage pro Jahr 10.000 € zu sparen. Das weckt ungeahnte Möglichkeiten!

Hier muss ich auch mal sagen, dass ich echt froh und dankbar bin, dass es mir so gut geht. 

Aber nochmal zurück, wie realistisch ist es denn, dass ich noch ein weiteres Jahr so lebe, wie aktuell? Schließlich habe ich mein Konsumverhalten ja schon sehr eingeschränkt. Hmm, ich glaub' es ist tatsächlich sehr realistisch. Denn um ehrlich zu sein, ich darbe ja nicht gerade. Bei meinem Budget sind mir dreimal die Zügel entglitten (April, Mai und Juni), ich war dieses Jahr schon zweimal in London und der nächste Städtetrip ist schon angezahlt. Darüber hinaus habe ich Anschaffungen für's Haus und den Garten gemacht sowie Schuhe, Kleidung und Bücher gekauft. Der große Unterschied zu letztem Jahr ist, dass ich mir vor Anschaffungen sehr genau überlegt habe, was ich will und mir dann Gedanken gemacht habe, wie ich es am kostengünstigsten umsetzen kann. Ich sehe es also nicht so, dass ich mein Konsum extrem eingeschränkt hätte. Ich bin eher der Meinung, dass ich jetzt bewußter und damit sparsamer konsumiere. Mir gefällt das. Wenn die Euros sich langsam sammeln gibt mir das ein gutes Gefühl. Ich fühle mich wieder wie der Herr meiner Finanzen und meines Lebens. Wenn ich nun daran denke, dass eine neue Anschaffung ca. 1.000 € kostet, dann ist das halt so. Früher war da dann sofort dieser Frust "Das kannst Du Dir eh g'rad nicht leisten." Doch, das kann ich mir leisten. Alles was nötig ist, ist ein wenig Geduld, bis ich das Geld zusammen hab'. Das ist ein großartiger Gedanke. 

Die logische Konsequenz wäre es nun, sobald ich meine Konsumschulden abgebaut habe, dass ich mich dem nächsten Schuldentopf zuwende. Das ist der gängige Ratschlag im Netz.
Nun, an Schuldentöpfen mangelt es mir ja nicht. Für mein Haus habe ich aktuell vier verschiedene Kredite laufen. Einer der Kredite hat Sonderzahlungen vorgesehen. Den könnte ich anfangen zu tilgen. Wenn ich mich nun aber diesem zuwende, spart mir das zwar langfristig Zinsen, aber möglicherweise ist es sinnvoller erst Mal einen Notgroschen anzusparen. Schließlich steht für das Haus noch einiges an Projekten an für die größere Summen nötig sind, ein paar Räume möchten noch eingerichtet werden und mein Auto wird auch nicht ewig halten. Außerdem weiß man nie, was die Zeit alles bringt. Der Arbeitsmarkt ist zwar aktuell sehr stabil. Ein Notgroschen wirkt hier beruhigend und gibt Sicherheit.
Die Zinsverhandlungen für die Kredite stehen außerdem erst in 2024 an. Das bedeutet, ich hab, nach Ansparung des Notgrosschen, noch drei Jahre Zeit Geld für die Sonderzahlungen anzusparen.

Sonntag, 22. April 2018

Essen um zu Leben 22.04.18

Die letzten Wochen war ich eher lax was die Essensplanung betriftt. Zum Einen hatte ich einen kleinen Durchhänger. Kennt Ihr das, wenn alles ungut ist? Man schleppt sich in die Arbeit, schafft aber nur das Minimum bzw. die Routineaufgaben. Die Projekte, die einen weiterbringen, erscheinen einfach als zu großer Aufwand für das was am Ende heraus komm. So ging es mir die letzten Wochen. Daher habe ich wieder meine Geheimwaffe herausgeholt. Laufen! Ich gehe jetzt wieder regelmäßig laufen. Regelmäßig bedeutet hier, alle 2-3 Tage und mindestens 3 Mal pro Woche. Außerdem werde ich einmal in der Woche mit dem Fahrrad in die Arbeit fahren.
 


Donnerstag, 12. April 2018

Tilgungsplan Kreditkartenschulden

Mein erstes großes Etappenziel für dieses Jahr ist die Tilgung meiner Kreditkartenschulden. Vor ein paar Jahren habe ich bei der Kreditkarte auf einen Online-Bankauszug umgestellt. Böser Fehler! Seitdem hab' ich noch weniger Überblick, wie mein Kontostand dort aussieht.
Das Erstellen eines Budgets und Führen eines Haushaltsbuchs hat mir ja sehr geholfen, dass ich wieder ein Gefühl für meine Ausgaben entwickeln konnte. Ich finde es sehr befreiend zu wissen, wieviel Geld mir bis zum Ende des Monats noch zur Verfügung steht. Außerdem ist es sehr befriedigend, wenn ich sehe, was ich die letzten Monate schon geschafft habe.

Da das so gut funktioniert hat, möchte ich jetzt dieses Konzept der Verfolgung der Ausgaben auch auf die Tilgung meiner Kreditkartenschulden übertragen. Im Folgenden also nun der Entwurf für einen Tilgungsplan für meine Kreditkarte. 




Aktuell habe ich noch -4.644 € Schulden. Pro Monat fallen ungefähr 13% Zins an. Die Euro-Beträge habe ich in der Spalte "Zins" geschrieben.

Im April werde ich nochmal die ganz normal monatliche Rate zahlen. Im Mai wird dann hoffentlich die Einkommensteuerrückerstattung ausgezahlt. Außerdem wird der Jahresbonus fällig. Ende Juni könnte ich dann endgültig schuldenfrei sein, da dort Urlaubsgeld ausgezahlt wird. Wenn das alles so funktioniert, komme ich bzgl. der Zinszahlung auch noch mit einem hellblauen Auge weg.