Montag, 26. Februar 2018

Review Budget Februar

Puuh! Ich muss mich immer wieder selber daran erinnern, dass ich nicht zu hart zu mir selbst bin. Schließlich bin ich immer noch in der Findungsphase. Das Februar-Budget hab' ich leider nicht eingehalten. Ich hab' mir drei Monate gegeben. Ab dem vierten Monat muss ich dann mit dem kalkulierten Budget auskommen.

70 € Taschengeld für zwei Tage London war einfach zu knapp kalkuliert. 200 € wäre realistischer gewesen. Da werde ich dann im März etwas budgetieren, um das Loch wieder aufzufüllen.

Auch für ungeplante Kosten wird es in Zukunft ein Budget geben ("Sonstiges" bei "Dinge des täglichen Bedarfs"). Da musste ich feststellen, dass mich halt doch hin und wieder das Leben einholt. Grüße an die Verkehrsüberwachung in Augsburg! Oder dass ich einfach vergesse, Dinge zu budgetieren. Oder dass ich spontan mit meinem Patenkind in's Kino gehen möchte, wenn es einen tollen Film gibt ("Die kleine Hexe").

Was gab' es sonst noch? Ach ja, bei ebay-Kleinanzeigen habe ich einen gebrauchten Spiegel gekauft. Der wird jetzt mit einer Dose silbernen Sprühlack umzulackiert (sobald es draußen mal wieder ein wenig wärmer ist) und kommt dann in's Bad. Ich habe nämlich immer noch keinen Spiegel im Bad!




Freitag, 23. Februar 2018

Essen um zu Leben - KW 9

In den letzten Wochen habe ich eher wieder mehr Lebensmittel gekauft. Daher möchte ich diese Woche wieder den Focus auf den Gefrierschrank legen und so sparsam wie möglich leben. Da noch viel Brot eingefroren ist, wird es nächste Woche in der Arbeit durchgehend belegte Brote geben.

Donnerstag, 22. Februar 2018

Inspiration London und ein Full-English Breakfast

Ah, schön war's. London ist halt immer wieder unbeschreiblich toll. Zwei Tage toll essen gehen und in Buchläden und Coffeeshops abhängen. So kann ich in einem Satz meinen letzten Besuch dieser vibrierenden und aufregenden Stadt beschreiben. Ein Bekannter hat fassungslos gefragt, ob das alles ist, was ich in London mache. Jaaaaa, das ist alles!!! Die meisten Sehenswürdigkeiten kenne ich schon oder war sogar schon zwei oder drei Mal dort (Madame Tussaud's!). Ich brauche im Westend keinen Stadtplan mehr (außer ich suche ein neues Geschäft oder Restaurant) und in der tube finde ich meinen Weg beinahe schon blind (außer es werden wieder neue tube-stations eröffnet).

London hat für mich heilende Kräfte. Mitten in all dem Trubel und Gedränge finde ich immer wieder Oasen, von denen ich aus ich das alles beobachten und .... an mir vorbeiziehen lassen kann. Gerade Coffeeshops bieten sich mit ihren großen Glasfassaden dafür an. Wenn man dort eine halbe Stunde oder Stunde sitzt, laufen soviele verschiedene Menschen vorbei, dass mir wieder klar wird, wie unterschiedlich wir alle sind und im Endeffekt wie ähnlich. Wir wird bewußt, dass ich nicht allein bin mit meinen Ängsten, Selbstzweifeln und Wünschen. Es geht uns allen so! Die Massen an Menschen machen mir das immer wieder klar und ich komme mitten in einer der lautesten und schnellsten Städte der Welt zur Ruhe.

London ist für mich auch Inspiration. Die großen Kaufhäuser und deren Dekorationen oder die Museen sind da immer eine gute Anlaufstelle. Zum Bespiel wie aktuell die blumenhafte Muttertags- und Frühlingsdeko am Eingang von Liberty's (Muttertag ist in England im März).



Im Victoria & Albert Museum war diese beeindruckende Holzkonstruktion zu sehen. Es ist eine Mischung aus Raum, Buchregal und Sitzmöbel (eine der unteren Reihe ist eine Bank). Und es verströmte eine ganz eigene Atmosphäre aus Innovation, Geborgenheit und Erhabenheit. 




In London ging es mir diesemal nicht so sehr um's Shoppen, obwohl man sich hier extremst austoben könnte, sondern darum zu sehen, was Menschen schaffen, wenn sie sich dahinter klemmen und ihre Kreativität ausleben. Es gibt immer wieder ein Stadtviertel, dass sich gerade neu erfindet. Dort kann man den Tatendrang, die Freude, Zuversicht und Kreativität, die damit einhergehen mit Händen greifen. So ist es (immer noch) im Eastend rund um die Shoreditch High Street und Spitalfield's Market. In den kleinen Gassen gibt es viel zu entdecken. Kleine witzige Geschäfte, Restaurants und Coffeeshops. Aber auch Architektur (toll restaurierte Häuser), Details (kreative Dekoideen, eine frührer Suppenküche, die man nur noch an einem Schriftzug erkennt, der in die Fassade eingelassen ist) und Neuartiges (Shoreditch Boxpark).

Der Stadtteil Covent Garden ist zwar kein Newcomer, aber dort gibt es immer wieder kleine Geschäfte oder Restaurants, die in diese Kategorie fallen. Auf meiner Suche nach einem Ort wo ich ein gutes full-english, also ein englisches Frühstück bekomme, bin auch auf  " The Black Penny" gestoßen. Dort bekommt man den London-Vibe voll zu spüren. Das "The Hunter" Frühstück und der "Flat White" sind sehr zu empfehlen. Der Bacon hatte einen tollen, rauchigen Geschmack. Die Baked Beans ignoriere ich immer geflissentlich. Ist nicht so mein Fall. Obwohl hier lobend zu erwähnen ist, dass hier die Baked Beans noch selbstgemacht sind und nicht die Dosenvariaten serviert wird.




Alternativ ist das Granger & Co eine gute Anlaufstelle. Nachdem ich ja dieses Frühjahr in Sydney bei Bill Granger im "Bills" war und in den berühmten "Ricotta Hotcakes mit Honeycomb-Butter" regelrecht versunken bin, hab ich seine Kette in London besucht. Mein geliebtes "Kopapa" hat ja leider letzes Jahr zugemacht. Aber Bill Grangers Spinoff in London, ist ein würdiger Ersatz.
Ich war in der Filiale in Kings Cross St. Pancras. Durch die Zeitverschiebung war ich natürlich schon zu einer sehr frühen Uhrzeit quietschfidel, d.h. die sehr frühen Öffnungszeiten waren mir sehr willkommen. Das Cafe ist in einem neuen Gebäudekomplex und durch die Ausrichtung nach Süd-Osten am Morgen von Sonnenlicht durchflutet. Ein wunderschöner Ort, um den Tag zu beginnen.






Samstag, 17. Februar 2018

Überbackenes Käsebrot



Wie ihr vielleicht schon festgestellt habt, ist Essen mein Laster. Für Lebensmittel und Restaurants habe ich in der Vergangenheit sehr viel Geld ausgegeben. Essen ist für mich nicht nur Nahrung, sondern auch Erlebnis und Belohnung. Ich muss mich Abends auf dem Heimweg auf das Gericht freuen, das im Kühlschrank auf mich wartet. Wenn das nicht der Fall ist, laufe ich Gefahr, einen Abstecher in's Fastfood-Paradies zu machen.

Etwas Herzhaftes mit Käse ist immer ein Grund für mich heimzufahren. Daher gab es letzte Woche öfter mal dieses überbackene Käsebrot und dazu einen knackigen, frischen Salat. 

Überbackenes Käsebrot
4 Portionen

8 Scheiben Bauernbrot (alternativ: Vollkorn-Toast)
125 g Mozzarella
100 g Gouda
100 g Frischkäse, Doppelrahmstufe
25 g getrockene Tomaten in Öl
1 Knoblauchzehe, durchgedrückt
2 EL von dem Tomatenöl
1/2 TL Salz
1/4 TL Pfeffer

Das Brot toasten und auskühlen lassen. Den Mozzarella in Scheiben schneiden und mit einer Gabel zerdrücken. Den Gouda reiben. Die Tomaten ganz fein hacken. Alle Zutaten gut mischen. Ca. 1 cm dick auf das Brot streichen und ca. 10 Min. bei 220° im Backofen unter den Grill stellen.

Quelle: Thermomix-Magazin

Dazu passt: ein gemischter Salat mit Balsamico-Dressing

Mittwoch, 14. Februar 2018

Balsamico Dressing


Ich esse viel und gern Salat. Ob nun Blattsalate, Chopped Salads, Salate mit Quinoa, geschliffenem Dinkel usw. Daher steht in meinem Kühlschrank immer ein Glas mit selbstgemachtem Dressing. Die Zutaten sind normalerweise alle im Vorrat und nicht teuer.


Wenn ich Salat in die Arbeit mitnehmen fülle ich eine kleine Menge des Dressings in ein kleines Schraubglas (100ml) ab. So läuft nichts aus.

Damit es schön sämig wird, muss es unbedingt mit dem Stabmixer aufgeschlagen werden bis es die Konsistenz von Espresso-Crema hat.


Balsamico  Dressing
15 g Salz
15 g Zucker
10 g Senf
40 ml Apfelessig
65 ml Balsamico
125 ml Wasser
200 ml neutrales Öl
50 ml Olivenöl
ein Spritzer Sojasauce (alternativ: Worcestershiresauce)

Alle Zutaten bis auf die Öle mit dem Stabmixer aufschlagen, 2-3 Min stehen lassen, damit sich Zucker und Salz vollständig auflösen können. Dann unter laufendem Stabmixer das Öl langsam einfließen lassen. Alles aufschlagen bis es dick und cremig ist. 

Bei mir stand das Dressing auch schon bis zu zwei Monate im Kühlschrank. Das Öl wird sich irgendwann absetzen. Entweder man rührt vor dem Servieren kräftig mit einem Löffel um oder schlägt es nochmal mit dem Stabmixer auf.


Sonntag, 11. Februar 2018

Resüme Januar



Den ersten Schritt meine Finanzen wieder unter Kontrolle zu bringen, habe ich im Januar gemacht. Ich habe mir selbst die Challenge gesetzt nur soviel Geld auszugeben wie nötig. In Bezug auf Essen bedeutete das so weit wie möglich von den Vorräten zu leben, die ich im Haus habe und nur soviel für Essen auszugeben, was noch an Zutaten gefehlt hat. Im Großen und Ganzen ist mir das ganz gut gelungen.
Bis vor ca. zwei Jahren bin ich täglich in die Kantine zum Mittagessen gegangen. Da die Kantine sehr innovativ ist und gutes, abwechslungsreiches und auch gesundes Essen anbietet, musste ich nie ein schlechtes Gewissen haben. Aber die Kantine kostet halt ca. 100-120 € im Monat. Da ich damals schon erkannt habe, dass ich zuviel einkaufe aka mein Kühlschrank immer voll ist bzw. das selbstangebaute Gemüse im Garten nicht gegessen wird, bin ich unter die Meal-Prepper gegangen und hab' mir 2-3 pro Woche das Mittagessen von zuhause mitgebracht.
Im Januar hab' ich es jetzt erhöht und mir vorgenommen jeden Tag das Essen mitzubringen. Dafür habe ich mir zweimal in der Woche mein Essen für die Arbeit vorbereitet, im Kühlschrank gelagert und in der Früh mit in die Arbeit genommen. In Summe habe ich im Januar nur zwei Mal in der Kantine gegessen. Kein schlechtes Ergebnis. 

Überrascht hat mich, dass mein Kühlschrank nicht leer geworden ist. Dort lagern auch jetzt, fünf Wochen später, immer noch Lebensmittel, die ich vor Weihnachten gekauft habe. Käse, Quark, Dressing, ... Auch aufgefallen ist mir, dass meine Mahlzeiten sehr viel frisches Gemüse enthalten und dass das sehr wichtig für mich ist. Im Gegenzug hab' ich festgestellt, dass ich eher wenig Zutaten aus dem Vorrat oder dem Gefrierschrank verwende. Das bestärkt mich darin, dass meine Strategie meine Vorräte extremst zu verringern, der richtige Weg ist. Eventuell kann ich auf den Gefrierschrank vielleicht sogar ganz verzichten? Hmm, ich werd' das mal im Hinterkopf behalten. Eis ist halt ein Problem...

Der Essensplan hat sich nicht bewährt. Einen Monat im Voraus zu planen hat mich zu sehr eingeengt. Es war irgendwie nur noch mechanische Zubereitung von Speisen, auf die ich dann teilweise auch gar keinen Bock hatte. Mir hat das frische Gemüse gefehlt. Zum Einen esse ich es gern, zum Anderen verarbeite ich es gern. Für mich ist es sehr befriedigend, wenn sich im Kühlschrank zuerst das Gemüse und später die Boxen mit fertigem Essen dort stapeln. Es wird dann jetzt wieder die wöchentliche Dinner-List mit viel Gemüse geben.

Insgesamt hat mir die Challenge wieder mehr Seelenruhe verschafft hat. Mir sind nämlich drei Dinge klar geworden. 1) Ich kann mit wenig Geld gesund und lecker essen und muss auf nichts verzichten. 2) Ich kann mein Verhalten ändern. Ich hab' es immer noch in mir. Ich habe mein etwas außer Rand-und-Band geratenes Einkaufsverhalten wieder eingefangen (Zumindest ist ein Anfang gemacht. Es wird aber auch weiterhin eine ständige Herausforderung bleiben). Diese Fähigkeit wird mir helfen, die anderen Mißstände in meinem Leben wieder gerade zu rücken. 3) Wenn keine größeren Anschaffungen oder Rechnungen anstehen, bin ich trotz Studiengebühren, Haus und Auto noch in der Lage Geld zu sparen. Diese Erkenntnisse haben mir viel Sicherheit und Zuversicht gegeben. Ich weiß, dass ich auf einem guten Weg bin, dieses Gefühl wegzubekommen, dass ich ein Spielball des Schicksals bin. Vielmehr macht sich da so eine heitere Gelassenheit in meinem Bauch breit, die sagt "Du machst das schon. Du kriegst das hin." Sie lehnt sich dabei lächelnd zurück und verschränkt die Hände hinter dem Kopf.

Ja, ich krieg' das hin. And the rest will follow ;-)



Samstag, 3. Februar 2018

Essen um zu Leben - Februar (KW 6)

Ich habe es geschafft! Ich habe die vergangenen Woche keinen Cent ausgegeben!

Als ich am Samstag Abend beim Bezahlen im Supermarkt festgestellt habe, dass in meinem Geldbeutel nur noch 1,02 € sind, habe ich mir eine gedankliche Notiz gemacht, auf dem Heimweg noch bei einer Bank anzuhalten, um Geld abzuheben. Als ich dann so im Auto saß und mich mit dem Samstagabend Verkehr heim treiben ließ, poppte die Frage hoch "Warum eigentlich?" Ja, warum eigentlich? Ich hatte gerade diverse Lebensmittel gekauft, die zusammen mit meinen Vorräten in Speis und Kühlschrank locker für die nächste Woche reichen würden. Ich hatte für die Abende der kommenden Woche keine Restaurantbesuche oder Sonstiges geplant, da ich für die Prüfungen lernen musste. Ich würde also die ganze Zeit daheim sein.

Also warum eigentlich brauche ich Bargeld? Das einzige das ich kaufen müsste, wäre Milch. Die würde irgendwann die nächsten Tage ausgehen. Ich hole die Milch direkt beim Bauern an  der Milchtankstelle. Ich bringe eine Flasche mit, werfe das Geld ein und kann dann 1l Milch zapfen. Da es Rohmilch ist hält sie sich im Kühlschrank ca. 3 - 4 Tage. (Dann wird sie sauer.) Daher hole ich sie immer frisch und nicht auf Vorrat. Milch wäre also das einzige wofür ich die nächsten Tage Geld ausgeben müssen. Genau 1 €. Einen Euro hatte ich ja noch.

Ich habe kein Geld abgehoben. Dafür habe ich mir die Challenge gestellt, bis Freitag kein Geld auszugeben (natürlich die Milch ausgenommen). Was soll ich sagen? Es war zwar herausfordernd, aber längst nicht mehr so anstrengend und nagend wie in den ersten paar Wochen. Hin und wieder poppte zwar die Frage auf dem Heimweg von der Arbeit wieder auf "Was brauchst Du noch für's Abendessen? Worauf hast Du Lust?" Aber ich kann den Gedanken inzwischen gut zur Seite schieben oder mit "Nichts, alles da." beantworten.
Nicht zu unterschätzen war, dass es die ganze Woche Gerichte gab, auf die ich mich gefreut habe. Der Zwiebelkuchen war echt eine Offenbarung! Ich habe ihn in der Mikrowelle heiß gemacht und einen Salat aus Eisberg, Champignons und Kresse dazu serviert. Perfekt! Ich hatte ja damit gerechnet, dass der Hefeteigboden soggy wird. War aber nicht der Fall. Hat sich 4 Tage ohne Probleme im Kühlschrank gehalten. Den Zwiebelkuchen wird es also bald wieder geben, da lecker, lang haltbar und günstig.

Nun die Dinner-List für nächste Woche.