Mittwoch, 30. Dezember 2015

Blattsalat mit Avocado und Käse und Dijon-Dressing


Der Kühlschrank leert sich allmählich, heißt die Reste der Völlerei der Weihnachtsfeiertage gehen zu Neige. Aus dem übrig gebliebenen Blattsalat, einer halben Avocado und Raclette-Käse wurde ein feine und sättigende Low-Carb-Mahlzeit.


Blattsalat mit Avocado und Käse mit Dijon-Dressing

1 große handvoll gemischter Blattsalat (hier: Lollo Rosso, Feldsalat und Baby-Mangold)
1/2 Avocado, geschält und in Scheiben geschnitten
1 1/2 Scheiben Raclette Käse (oder andere Käsesorte), übereinandergelegt und gewürfelt
1 - 2 EL Dijon-Dressing


Dienstag, 29. Dezember 2015

English Breakfast


Den perfekten Tag gibt es für mich nicht. Es gibt vielmehr viele Arten eines perfekten Tages und ist abhängig davon was die Seele gerade benötigt.
Hin und wieder lege ich einen "Extreme Couching" Tag ein. Mit Kuschelpulli, Kuschelhose und Kuscheldecke auf dem Sofa hilft mir 'runter zu kommen, gaaanz abzuschalten, den Kopf wieder frei bekommen, aufzutanken...

Das oberste Gebot ist dabei laaaaang ausschlafen, spätes Frühstück und die Couch oder das Haus darf bis Abends 18 Uhr nicht verlassen werden. Telefonieren ist auch tabu. Ich lass den Tag einfach Tag sein. Die täglichen Aufgaben können auch mal warten.

Ein gutes Buch, ein DVD oder DVD-Box und Zutaten für ein ausgiebiges Frühstück sind für so einen Tag natürlich obligatorisch. Immer wenn ich in einem Buchladen bin, sehe ich mir auch die DVD-Angebote durch und nehm' mir alle mit die mich interessieren und unter 8 € kosten. So habe ich immer einen Vorrat an guter Unterhaltung griffbereit daheim.

Aus meiner Zeit in London kommt die Liebe zum "Fry-up", also dem britischen Frühstück. Bei mir ersetzt es auch gleich das Mittagessen. Am späten Nachmittag gibt es nur einen kleinen Snack und Abends geh' ich gern auswärts essen oder lass' mir etwas kommen.

Das echte "Full English Breakfast" ist sehr viel opulenter als meine Low Carb -Version.
Wenn Ihr das Original mal in London in angenehmer Atmosphäre ausprobieren möchtet, empfehle ich das Kopapa in Covent Garden. Unbedingt als "side" noch den "Black Pudding" (Blutwurst) dazu bestellen. Zusammen mit einem Kaffee "Flat White" in Ruhe genießen und das emsige Treiben auf der Straße beobachten.
Ich mag das Kopapa auch, da ich dort gern den weiteren Tag plane und mich dann aber auch gleich mitten ins Getümmel stürzen kann.



Spiegelei mit kurz angebratenem Schinken und Sriracha-Sauce

etwas Öl zum Braten
1 Ei
3 Scheiben heißgeräuchter Schinken, ca. 3 mm dick (ca. 50 g)
1/2 handvoll gemischter Salat (hier: roter Lollo Rosso, Feldsalat, Baby-Mangold)
1 EL Dressing (z.B. Dijon-Dressing)
ein paar Spritzer Sriracha-Sauce
Salz / frisch gemahlenen Pfeffer

Eine Pfanne erhitzen. Etwas Öl hineingeben und die Schinkenscheiben nur kurz von jeder Seite anbraten. Auf ein Teller geben. Das Spiegelei in derselben Pfanne braten. Mit Salz und etwas frisch gemahlenem Pfeffer würzen. Auch auf das Teller geben und mit ein paar Spritzern Sriracha versehen.

Während das Spielei brät, den Salat und das Dressing in einer Schüssel mischen und ebenfalls auf dem Teller anrichten.

Hinweis: Da Schinken in der Regel mit Pökelsalz konserviert ist, können sich bei der Brathitze krebserregende Stoffe bilden. Da ich das selten esse, halte es hier mit dem Grundsatz "Die Menge macht das Gift aus."

Nährwerte: ca. 250 kcal

Freitag, 25. Dezember 2015

No-Bread Sandwich mit Shrimps, Blattsalate, Avocado und Dijon-Dressing


Vorletztes Wochenende habe ich mir eine Auszeit in London gegönnt. Vier Tage bin ich durch die britische Hauptstadt geschlendert, hab' in Buchläden geschmökert und toll gegessen.

Wenn's schnell gehen muss, geh' ich zum Essen in London gern zu Pret-a-Manger. Das ist eine Sandwich-Kette, die es an beinahe jeder Straßenecke gibt. Mit dem iPhone und der Google Maps App kann man immer schnell den nächsten Laden lokalisieren und lecker essen. Mir gefällt deren Philosophie nur natürliche Zutaten zu verwenden und jeden Tag frisch zuzubereiten.

Nachdem Anfang der 2000er Jahre die Low Carb - Bewegung auch London erreicht hat, mussten die Sandwich-Macher sich was einfallen lassen. Sandwichbrot, selbst wenn es mit hohem Roggenanteil war, war auf einmal der Feind. Die No-Bread-Sandwiches erblickten das Licht der Welt.

Objektiv gesehen ist ein No-Bread-Sandwich ein Salat. Tatsächlich sind in der schwarzen Pappkarton-Box aber nur einige wenige Salatblätter und eine mini-mini-Portion Dijon-Dressing, dafür aber eine mittelgroße halbe Avocado und eine gute Portion Louisiana-Krebsfleisch.

Na ob das ausreicht, um satt zu werden? Hab ich mir gedacht und war 30 Minuten später positiv überrascht.
Das Djion-Dressing hatte eine senfscharfe-spritzige Note, die die drei Zutaten perfekt zusammenbrachte und für eine Geschmacksexplosion im Mund sorgte. Der Schlüssel ist anscheinend der Zitronensaft im Dressing. Außerdem hat sich schon vor Ende der Portion ein angenehmes Sättigungsgefühl eingestellt, das auch die nächsten Stunden anhielt.

Wow!

Das ist also das erste Low Carb Genußrezept.

Ich habe die Menge gleich verdreifacht. So sind die nächsten Mahlzeiten auch schon vorbereitet und ich kann morgen der Kantine besser widerstehen.



Genug geredet, hier ist das Rezept. 

No-Bread-Sandwich:
1/2 Avocado, geschält und in ca. 1/2 cm breite Streifen geschnitten (ca. 80 g)
1 großzügige Hand gemischte Salatblätter (Salanova, Feldsalat, Baby-Spinat, Frisee ...whatever takes your fancy)
ca. 100 g Shrimps oder Crevetten

Dijon-Dressing (angelehnt an das "Pret Recipe Book")
reicht für 2 - 3 Portionen: 
2 EL gutes Olivenöl (30 ml)
1 EL Pflanzenöl (15 ml)
1 TL Balsamico-Essig (5 ml) (Wenn der Essig mild ist, 2 TL nehmen.)
1 TL Honig
1 TL Dijon-Senf
Saft einer halben Zitrone
1 Knoblauchzehe, durch die Knoblauchpresse gedrückt
Salz 
Pfeffer, frisch gemahlen

Nährwerte: ca. 400 kcal, 32 g Fett (halbe Portion Dressing)